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Tipps für Anfänger

Oft bemerken wir, dass Anfänger den Fokus auf komplett falsche Dinge legen. Die Lösung aller Probleme am Wasser wir in der Ausrüstung gesucht. Wobei neue Ausrüstung zu besseren Fängen verhelfen soll. Also meiner Meinung nach gibt es fünf wichtige Punkte die über Erfolg und Misserfolg entscheiden: Gewässer, geeignete Ausrüstung, Stellenwahl, geeignete Köder und die Präsentation.

Gewässer

In einem Gewässer kann man nur fangen, was auch im Gewässer schwimmt. Fischt man in einem Vereinssee wo eine Hand voll Waller besetzt wurden, kann ich nicht von guten Fangergebnissen ausgehen. Das gleiche gilt für kalte Alpenflüsse wo Waller hin und wieder als Beifang an Land befördert werden. Am besten man sucht sich ein Gewässer mit gutem und gesicherten Bestand.

Ausrüstung

Im nächsten Schritt braucht man eine Ausrüstung die für unsere Zwecke geeignet ist. Also schwere Ruten, große Rollen und dicke Schnur. Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass sich Anfänger, weit mehr mit dem Tacklemarkt beschäftigen als mit dem Gewässer? Das ist nicht zielführend! Eine kurze Übersicht zum Thema "Anfänger Tackle" findet ihr hier!

Schlauchboot und Rute

Stellenwahl

Die Stelle ist mit Abstand das wichtigste Faktor zum Erfolg. Dazu muss man sein Gewässer einfach kennen und sich immer wieder damit beschäftigen. Eines muss einem klar sein: Gewässer ändern sich ständig. Das heißt man muss sich auch ständig mit seinem Gewässer beschäftigen. Je mehr Zeit man am Wasser ist, desto mehr lernt man. Wir schauen und verschiedene Stellen zu verschiedenen Jahreszeiten und Wasserständen an. Beide Faktoren beeinflussen die Stellenwahl. Oft fragen Anfänger nach "einer Guten Stelle am Gewässer XY". Diese Frage kann man so einfach nicht beantworten. Jede Stelle hat seinen Wasserstand und seine Jahreszeit.

Köder

Hier gibt es eine einfache Regel: Man muss einen Köder auslegen, der am nächsten Morgen noch genauso am Haken hängt, wie zum Zeitpunkt wo er ausgelegt wurde. Es bringt nix wenn man immer mit Würmer fischt und einem ständig die Haken leer gefressen werden. Genauso macht keinen Sinn, große Köderfische auszulegen, die zu rotieren beginnen und alles verwickeln...

Präsentation

Ich habe viele Anfänger gesehen, die komplizierte Methoden kopieren weil sie gerade "cool" sind und im Internet gezeigt werden. Man muss sich am Gewässer Gedanken machen und eine Strategie überlegen. Man muss sich die Frage stellen: Wie legt man einen Köder an einer guten Stelle aus? Wenn alle im Internet predigen, dass man den Buhnenkopf befischen muss, heißt es noch lange nicht, dass ich das auch mache! Wenn meine Montage an dieser Stelle nach einer Stunde voller Kraut ist, sollte man sich fragen ob es wirklich die richtige Strategie ist. Es ist definitiv besser die einfachen Dinge gut zu machen, als die komplizierten falsch z.B.: Umlenken.

Am schnellsten lernt man, wenn man anderen Walleranglern am Wasser über die Schulter schaut... Noch ein ganz wichtiger Tipp... man sollte ehrlich sein und zu seinem Können stehen. Anfänger neigen oft dazu, dass sie erfahrene Angler beeindrucken versuchen. Das führt meistens dazu, dass sie belächelt werden statt unterstützt.

Das ganze war nur die Einleitung für folgendes Video: