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Sandbankangeln Juli Po

Sommer, Sonne, extremes Niedrigwasser, riesige Meeräschenschwärme, auslegen in der Badehose und Waller im Fressrausch! Sandbankangeln in Italien steht auf dem Plan. Die Vorfreude auf unsere 2. Tour 2017 an den Grande Fiume war wie jedes Mal unbeschreiblich. Geplant war eine Schlauchboottour, sowie einfaches Fischen mit minimalistischer Ausrüstung.

Der Plan: Schlauchboottour am Po

 

Am Freitag ging es auf direktem Weg nach der Arbeit an dem Po. Erster Anlaufpunkt wie immer das Wallercamp la Motta. Etwa 8 Stunden und 700km später treffe ich Daniel in Mantova wo wir einen Bissen essen und spekulieren wie der Po beim aktuellen Pegel wohl ausschauen wird.

Am nächsten Morgen zeigt sich der Oglio, wo der Steg des Camps liegt nur 30-80 cm tief und recht stark strömend. Also Schlauchboote aufbauen, packen und auf geht’s zur Wallersafari. Dank des geringen Gepäcks kommen wir zügig in Gleitfahrt und können schon bald an der ersten vielversprechenden Rückströmung den Köderfischen mit der Feederrute nachstellen. In der ersten Nacht oder falls der Meeräschenfang nicht klappt benutzen wir Brassen, Güster und Rapfen. Schon auf der Fahrt zum Feedern fahren wir Sandbänke an um herauszufinden wo sich die Äschen aufhalten. Stehen sie nicht flach auf den Sandbänken (dann sieht man sie springend vor dem Boot flüchten) wird mit dem Echolot gesucht- zunächst auf der Sandbank tief, dann in den Schüttungen. Nach dem Köderfischfang fanden wir die Äschen in einer Rinne die eine Sandbank durchzog auf 2-3 m Tiefe.

Die Sanbank für die erste Nacht ist gefunden

 

Besonders erfolgsversprechend sind strömungsberuhigte Bereiche. Erzwungener weise setzen wir die Montagen mit dem Echolot und vertrieben uns die Zeit mit Baden und Grillen Die Nacht brachte 20 cm Wasser was zu völlig anderen Strömungsverhältnissen führte. Die Spitze der stromaufliegenden Sandbank die uns den strömungsberuhigten Bereich beschert hatte war abgesoffen und die Montagen voller Wasserpflanzen. Offensichtlich hatte ein Landwirt seinen Kanal entleert. Verdammt!

Sanbankangeln ist die entspannteste Art um seine Waller zu fangen.

 

Die Zweite Nacht beschlossen wir die Stelle anders zu befischen und fingen unseren ersten Fisch mit rund 130 cm.. Der Anfang ist gemacht doch mein Gefühl sagte mir die Äschen in einer flachen Schüttung zu suchen. Volltreffer. Die Äschen standen so dicht, dass das Echolot selbst im Downscan den Boden nicht erkannte. Köderfische raus und gib ihm. Schon eine halbe Stunde später ging die erste Rute krumm und wir konnten einen weiteren Fisch aus dem Kindergarten begrüßen.

Als die Nacht hereinbrach schepperte es erneut und ein vollgefressener Wels um die 180cm lieferte sich einen extrem harten Kampf sodass wir uns dazu entschlossen ihn zur Erholung anzuleinen. Auf dem Rückweg zur Basis sprang uns eine Meeräsche ins Boot die direkt wieder mit einem Piercing versehen zurückgesetzt wurde. Die Nacht verlief wie für diese Jahreszeit normal ruhig und die 2. Fresswelle am Morgen brachte dann den ersten 2+ genau genommen 226cm.

Was eine Nacht! Solche doppelfänge nimmt man gerne

 

Das Wasser fiel wieder einige Zentimeter und wir beschlossen auch diesem Spot eine 2. Nacht zu geben die ebenfalls Fische bis knapp 180 cm brachte.

Ein gut getarnter Fisch 😉

 

Auf dem Rückweg zum Camp, wo wir nach 4 Nächten unsere Vorräte auffüllen wollten entdeckte Daniel eine Sandbank die voller Äschen war. Als wir gegen Nachmittag zur Sandbank zurückkehrten gelang es uns einige Äschen mit dem Boot zu fangen die wir direkt mit der Badehose in 70cm bis 1m Tiefe auslegten. Eine traumhaft einfache Art der Fischerei und wie die folgenden Tage zeigten durchaus erfolgreich. Wir fingen rund um die Uhr Von der Nachtpause abgesehen Waller bis 233cm. Nachts füllten wir in der Fresspause mit Schlauchbot und Kopflampe unsere Äschenvorräte auf. Die Fische erschrecken wenn man sie anleuchtet und springen einem direkt ins Boot. Behandelt man die Äschen entsprechend sorgsam überleben sie etwa 1-2 Tage. Für ein paar bewegte Bilder besucht unseren Youtube channel und geht mit uns auf Safari 😉

Das nächste Sandbankmonster

 

Wir fingen Fische am laufenden Band

 

Hier ein kurzes Video vom Urlaub