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Ohne Boot abspannen?

An einem schwülen Sommernachmittag traf ich mich mit einem guten Freund an einem Altarm von einem kleineren Fluss. Es war sehr heiß und wir kamen ganz schön ins Schwitzen als wir das gesamte Tackle mehrere hundert Meter an unseren Platz tragen mussten. Wir fingen mit der Matchrute schnell ein paar Giebeln und Rotaugen. Da das Wasser fast 28°C hatte setzten wir auf große Giebel, von welchen wir trotz der hohen Wassertemperatur etwas Agilität erwarteten. Obwohl wir von der Fischgröße keine Monster erwarten durften, gingen wir trotzdem keine Kompromisse beim Gerät ein, da sich viel Totholz im Wasser befand.
Da der Altarm nicht besonders breit war, beschlossen wir ihn einfach mit den Wallerruten zu überwerfen und die Montagen am gegenüberliegenden Ufer im Gestrüpp anzubinden. Es stand also Abspannen ohne Boot auf dem Plan.

Mein Kollege wartet auf der anderen Seite!

Wir machten eine gerechte Arbeitsteilung und mein Kollege warf die Ruten an das andere Ufer, während ich die schöne Aufgabe hatte, bei 35°C den gesamten Altarm zu umrunden und bei schulterhohem Gras, massenhaft Dornen und Steilhängen mir den Weg ans Wasser zu suchen, um die Ruten anzubinden. Wir präsentierten die Köder in oberflächennähe und setzten dabei auf sehr starke Reißleinen mit 0,50mm. Unser Gendanke dabaie: kleinere Fische können sie nicht sofort reißen und ins Unterholz schwimmen. Durch das Verbot des Bootes dürfen wir hier keine Festmontagen einsetzen.

Gespannt wird gewartet

Gespannt warteten wir auf die Dunkelheit

In der Abenddämmerung konnten wir bereits den ersten Fisch mit 80cm verhaften. Zwar kein Gigant aber für mich die Bestätigung, dass wir alles richtig gemacht haben und so starteten wir sehr motiviert in die Nacht. Nachdem wir die Rute wieder scharf gemacht haben und ich gerade um die Ecke kam, ging dieselbe Rute erneut krumm. Der Fisch war zwar mit 120cm abermals kein Monster, jedoch pechschwarz gefärbt und im Drill bei dem ganzen Totholz und Seerosenfeldern doch ein Gegner. Früh morgens bei den ersten Sonnenstrahlen wachten wir auf und stellten fest, dass wir leider keinen Fisch mehr zum Landgang überreden konnten. Wir begannen gleich mit dem Abbau des Camps, um den Platz zu verlassen, bevor die Sonne es wieder unerträglich machte.

Kein Monster! Aber fürs Gewässer okey

Wie man ohne Boot abspannt seht ihr hier: