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Nebeltour im Herbst am Po

Der späte Herbst und frühe  Winter ist sicher eine der spannendsten Jahreszeiten am Po. Extrem dichter Nebel, kaltes Wasser und kurze Tage machen die Fischerei zu einer Herausforderung. Nur 3 Nächte blieben uns für unsere Jahresabschlusstour an den Po. Leider haben auch wir nicht unbegrenzt Urlaub. Wir entschlossen uns in den 4 Tagen nur 2 Spots anzufahren um mindestens 20h am Tag unsere Köder präsentieren zu können. Schon bei Ankunft fühlte ich mich nicht besonders. Der wenige Schlaf und die körperliche Anstrengung hatten meine Erkältung zu einer Grippe mutieren lassen. Die Mission Waller fest im Blick fuhren wir trotzdem voller Tatendrang zum ersten Spot. Eine Steinschüttung mit extrem viel Struktur, wo wir die Welse in der Ruhephase abpassen wollten. Wir benutzen, wie zu dieser Jahreszeit am Po üblich, Forellen als Köder.

Man glaubt es kaum... es ist schon November?

Das Vorfach wird auf etwa 1 - 1,5 m gekürzt, damit die Waller den agilen Forellen nicht so sehr hinterherjagen müssen. Die erste Nacht brachte nur einen Schlumpf und ich konnte mich etwas erholen. Am nächsten Morgen beschlossen wir, uns eine der Brücken vorzunehmen und in den über 10m tiefen Löchern im Strömungsschatten der Brückenpfeiler unsere Montagen zu präsentieren.

Brücken sind immer wieder einen Versuch wert
Köder am Brückenpfeiler

Kurz nach dem Auslegen konnten wir bereits einen halbstarken Fisch fangen. Die folgende Nacht war uns wenig Ruhe vergönnt. Gleich 6 Bisse hatten wir die uns 4 Fische brachte. Die Bissspuren zeigten deutlich, dass selbst die kleinsten Waller vor einer ordentlichen Forelle nicht zurückschrecken. Die nächsten Tage stellten sich 2 der 4 Ruten als besonders ertragreich dar; diese 2 Ruten brachten uns insgesamt 12 Bisse und Fische bis knapp 2m.

Der größte Fisch der Tour

Es empfielt sich im Herbst wirklich warme Klamotten mitzunehmen, da es von den Witterungsverhältnissen kaum anderes als in Deutschland oder Österreich ist. Neben warmen Klamotten, gehören positionslampen und ein Echolot Handy oder sonst ein Gerät mit GPS zur Grundausstattung, um bei einem nächtlichen Drill sein Basislager wieder zu finden. Leider vergingen die Tage viel zu schnell. 2017 werden wir wieder auch auf Winterwallersafari sein 😉