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Lebender Köderfisch

Der lebende Köderfisch ist der Klassiker unter den Wallerködern. Das Problem dabei? Er ist kaum noch erlaubt. Es gibt zwar noch Regionen in Süd- und Osteuropa, wo man ihn nutzen darf, diese werden jedoch immer weniger.

Wo er erlaubt ist, wird er auch genutzt! Das liegt an der Tradition und dem damit verbundenen Vertrauen. In den Jahren der "modernen" Wallerangelei wurden unzählige kapitale Fische damit gefangen, deswegen wird der lebende Köderfisch als Allheilmittel für Ausnahmefänge angesehen. Natürlich kann man bis zu einem gewissen Grad kleine Fische damit ausselektieren. Es wird zum Beispiel ein Waller mit einer Länge von 100cm kaum eine Brasse von 45cm attackieren.

In Italien ist der lebende Köderfisch erlaubt

Ich denke jeder Welsangler stellt sich irgendwann die Frage: "Würde ich mit lebendem Köderfisch an meinem Hausgewässer besser fangen?" Leider wird man das nie herausfinden! Man sollte sich auch bei Auslandsreisen immer über die gültige Gesetzeslage informieren.

Ist der lebende Köderfisch wirklich die Lösung aller Probleme? Ich glaube er wäre oft die beste Wahl, aber kein alternativloses Musst-have. Man sollte sich einmal überlegen wieviel Waller in Südeuropa mit anderen Ködern gefangen werden. Zum einen gibt es die aktiv Fraktion, die mit der Spinnrute oder dem Wallerholz (und Würmer 😉 )unterwegs ist. Auf der anderen Seite gibt es in Spanien viele Angler die ihre Fische mit Pellets fangen.

Am Ende sei noch gesagt, ich verwende den Köder wo erlaubt. Auf den Gewässern in Österreich macht mir das experimentieren mit Köderalternaiven trotzdem extrem viel Spaß.

Vorteil

  • Es gibt wahrscheinlich keinen Köder der mehr Waller gefangen hat
  • Der Köder macht den Waller auf sich aufmerksam. Die Montage muss daher nicht hundert Prozent perfekt abgelegt werden
Es ist nicht immer leicht passende Köderfische zu fangen

Nachteil

  • Gesetzeslage
  • Aufwand bei der Beschaffung und Transport
Kann man solche Fische auch mit Alternativköder fangen?