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Bauanleitung Rutenwand

Wir möchten euch hier eine Anleitung zum Bau eines Rutenständers (Rutenwand) zur Aufbewahrung eurer Ruten geben. Dabei war bei der Planung wichtig, dass der Aufbau relativ einfach zu bewältigen ist und dabei so wenig Verschnitt wie möglich entsteht. Die Materialkosten betragen dabei ohne Werkzeug ca.20-25€ und die Arbeitszeit 2-3 Stunden.

Was benötigt folgendes:

  • 2 Holzbretter (1500x300x18 mm)
  • Holzschrauben
  • Akkuschrauber und/oder Bohrmaschine
  • Stichsäge und/oder Handkreissäge
  • Holzbohrer und Lochsäge (56mm Durchmesser)
  • Schleifpapier

Natürlich kann man auch Bretter mit anderen Maßen verwenden, je nachdem wie groß man den Rutenständer bauen möchte und ob man vielleicht noch Reste zuhause hat.

Im ersten Schritt wird eines der beiden Bretter der Breite nach, in der Mitte durchgesägt. Das funktioniert am Besten mit der Handkreissäge, ist aber auch mit der Stichsäge kein Problem.

Dadurch erhält man zwei Bretter mit 300mm x 750mm die die Beiden Seitenteile des Rutenständers bilden. Um den Stand zu verbessern wird jeweils am unteren Ende ein Dreieck (siehe Bild) herausgesägt. Wenn man möchte kann man die oberen Ecken mit der Stichsäge etwas abrunden und jeweils ein Griffloch aussägen.

Danach noch alles etwas abschleifen und damit sind die Seitenteile auch schon fertig.

Im nächsten Schritt wird das zweite Brett wieder in der Mitte durchgesägt. Daraus werden die eigentlichen Aufnahmen für die Ruten. Da das Bohren von “halben Löchern” mit der Lochsäge ohne Standbohrmaschine ziemlich schwierig ist haben wir uns eine Methode überlegt die auch ohne auskommt. Dazu wird zunächst der Länge nach die Mitte eingezeichnet und man erhält zwei Teile mit 750mm x 150mm. Von diesen zwei Teilen zeichnet man nun wieder die Mitte ein und erhält zwei Linien auf denen nun der Abstand der Ruten bzw. der Bohlöcher markiert wird. In unserem Fall sind es 6 Ruten auf 75cm Länge. Somit ergibt sich ein Abstand von 125mm und jeweils vom Ende des Brettes zum ersten Loch die Hälfte davon, also 62,5mm.

Damit ist auch für größere Wallerrollen noch genug Platz.

Wenn man eine andere Anzahl an Ruten möchte oder eine andere Länge des Rutenständers dann muss man einfach nur die Gesamtlänge durch die Anzahl der Ruten dividieren und erhält so den Lochabstand. Zu den Enden ist es natürlich wieder die Hälfte.

Danach werden die markierten Stellen vorgebohrt und dann mit der Lochsäge auf das entgültige Maß gebracht. Das Vorbohren wird hier ausdrücklich empfohlen.

Wobei man noch dazusagen muss, dass der Durchmesser von 56mm nicht Pflicht ist jedoch bietet sich die Größe vor allem für dickere Wallerruten an.

Anschließend wird das Brett zwei mal, jeweils in der Mitte der Löcher (75mm vom Rand entfernt), durchgeschnitten. Somit erhält man einmal den oberen Teil und zwei mal den unteren Teil der Rutenaufnahme.

Jetzt fehlen nur noch die zwei Bretter, die unten, schräg angebracht werden um die Ruten zu stabilisieren. Dazu wird das noch übrige Brett in der Mitte durchgesägt und somit erhält man zwei 75cm x 15cm große Teile. In unserem Fall wurde das Brett auf 45Grad Gehrung geschnitten was jedoch nur für geübte Heimwerker zu empfehlen ist da sich dadurch auch der Zusammenbau um einiges erschwert.

Somit sind wir schon beim letzten Schritt wo zunächst alles nochmal abgeschliffen und dann zusammengebaut wird. Dabei geht man so vor, dass zuerst alle Teile an einem Seitenteil angeschraubt werden. Dabei sollte man sich Gedanken machen ob man vielleicht Ruten hat die einen speziellen Abstand der oberen und unteren Aufnahme erfordern.

In unserem Fall haben wir das ausgesägte Dreieck gleich als Anhaltspunkt für die zwei schrägen Bretter genommen, die untere Aufnahme ist genau 20cm über dem Boden und die obere Aufnahme befindet sich 11cm unter dem oberen Rand.

Danach schraubt man auch das zweite Seitenteil an und der Rutenständer ist auch schon fertig.